Die 5 wichtigsten Punkte auf einen Blick
- Eine Markise funktioniert durch ein Zusammenspiel aus Tuchwelle, Gelenkarmen, Federspannung und Antrieb.
- Der Ausfahrmechanismus sorgt dafür, dass das Tuch stabil und faltenfrei gespannt bleibt.
- Moderne Markisen nutzen elektrische Motoren, Sensoren und Automatikprogramme.
- Kassettensysteme schützen Technik und Tuch und verbessern die Lebensdauer.
- Führungsschienen, Gasdruckfedern oder ZIP-Systeme kommen bei Spezialmarkisen zum Einsatz.
Der Kern jeder Markise: die Tuchwelle
Im Inneren des Markisengehäuses sitzt die sogenannte Tuchwelle.
Auf dieser Welle liegt das Markisentuch sicher aufgerollt. Sobald die Markise ausgefahren wird, dreht sich die Welle ab und setzt die restliche Mechanik in Bewegung.
Damit das Tuch gleichmäßig abrollt, wird die Welle meist über folgende Systeme angetrieben:
- Klassische und einfache Ausführung: manuell über eine Kurbel
- Heute die beliebteste Lösung: elektrisch über einen Rohrmotor
- Smart gesteuert über App, Fernbedienung oder Automatikprogramm
Die Welle ist das Antriebsherz der Markise. Von ihrer Stabilität hängt ab, wie sauber das Tuch läuft.
Die Gelenkarme – das Kraftwerk der Markise
Die Gelenkarme sind das zentrale Element vieler Terrassenmarkisen. Sie sorgen dafür, dass das Markisentuch nicht einfach herunterhängt, sondern stabil ausgefahren, gleichmäßig gespannt und windresistent bleibt. Ohne diese besondere Mechanik würde eine Markise nicht zuverlässig funktionieren.
Warum die Gelenkarme so wichtig sind
In den Armen steckt ein ausgeklügeltes Zusammenspiel verschiedener Bauteile. Dazu gehören:
- Federspannpakete, die permanent Zug auf das Tuch ausüben
- Gasdrucksysteme, die den Ausfall besonders gleichmäßig machen
- Zugfedern oder Stahlseile, die für zusätzliche Stabilität sorgen
- präzise Gelenkverbindungen, die den Arm flexibel, aber robust halten
Diese Komponenten arbeiten zusammen, um das Tuch straff, glatt und ohne Faltenbildung zu halten, selbst wenn Wind an den Kanten zieht. Die Federspannung gleicht kleine Bewegungen aus und verhindert, dass das Tuch flattert oder Wellen wirft.
Der Bewegungsablauf beim Aus- und Einfahren
Beim Ausfahren läuft die Mechanik in einem abgestimmten Ablauf ab:
- Die Tuchwelle rollt das Markisentuch ab.
- Gleichzeitig strecken sich die Gelenkarme nach vorne.
- Die Federspannung sorgt dafür, dass das Tuch von Anfang bis Ende gleichmäßig gespannt wird.
Beim Einfahren geschieht alles in umgekehrter Reihenfolge:
Die Gelenkarme werden durch die Federn zurückgeführt, das Tuch wird sauber auf die Welle aufgewickelt und verschwindet wieder im Gehäuse, sodass es vor Wind und Wetter geschützt ist.
Das Ergebnis
Durch diese Technik bleibt die Markise:
- stabil in ihrer Position
- straff gespannt
- widerstandsfähig gegen leichte Windbewegungen
- angenehm leise und leichtgängig in der Bedienung
Gelenkarme sind damit das „Muskelpaket“ der Markise: unscheinbar, aber absolut entscheidend für eine zuverlässige und langlebige Funktion.
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Elektrischer Antrieb – Komfort auf Knopfdruck
Wie ein Rohrmotor die Markise bewegt
Der moderne elektrische Antrieb einer Markise basiert in der Regel auf einem sogenannten Rohrmotor, der direkt in der Tuchwelle sitzt. Diese Position macht die Kraftübertragung besonders effizient: Der Motor dreht die Welle gleichmäßig ab und wieder auf, sodass das Markisentuch sauber, ohne ruckartige Bewegungen, aus- und einfahren kann.
Sanft und präzise in jeder Bewegung
Hochwertige Motoren arbeiten nicht nur kraftvoll, sondern auch erstaunlich leise. Funktionen wie Sanftanlauf und Sanftstopp sorgen dafür, dass die Markise langsam anläuft und am Ende der Bewegung weich abbremst. Das schont Gelenkarme, Mechanik und Tuch und erhöht die Lebensdauer der gesamten Anlage spürbar.
Mehr Bedienkomfort durch smarte Technik
Elektrisch betriebene Markisen lassen sich auf verschiedene Arten steuern: per Wandtaster, Fernbedienung oder ganz bequem über Ihr Smart-Home-System.
Auf Wunsch reagieren sie vollautomatisch auf Sonne, Wind oder Temperatur. Das bedeutet, Ihre Markise fährt selbstständig aus oder ein, sobald die Bedingungen es sinnvoll machen.
Warum sich der elektrische Antrieb lohnt
Durch die präzise Motorsteuerung bleibt das Markisentuch stets optimal gespannt und flattert weniger. Gleichzeitig werden die mechanischen Bauteile geschont, was die Anlage langlebiger und zuverlässiger macht. Der elektrische Antrieb bietet damit nicht nur Komfort, sondern trägt aktiv zur Stabilität und Sicherheit Ihrer Markise bei.
Sensorik & Automatik – Markisen, die mitdenken
Viele Markisen sind heute mit intelligenter Technik ausgestattet.
Sensoren erkennen Licht, Wind oder Regen und steuern die Markise automatisch.
Beispiele:
- Sonnensensor: fährt Markise bei starkem Sonnenlicht aus
- Windsensor: zieht die Markise bei Windböen ein, um Schäden zu vermeiden
- Regensensor: schützt das Tuch vor Feuchtigkeit
In Smart-Home-Systeme integriert, können Sie ganze Szenarien erstellen, etwa:
„Markise ausfahren, sobald die Terrasse über 26°C hat, aber nur, wenn kein Wind geht.“
Führungssysteme & Spezialmechaniken
Nicht jede Markise arbeitet mit klassischen Gelenkarmen. Je nach Einsatzort kommen unterschiedliche Mechaniken zum Einsatz, die für einen besonders stabilen Lauf, hohe Windresistenz oder einen größeren Schattenbereich sorgen. Diese Systeme sind technisch etwas komplexer, bieten dafür aber ein spürbares Plus an Komfort und Funktionalität.
Welche Systeme gibt es & wie funktionieren sie?
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Systemtyp
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Funktionsweise
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Vorteile
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Ideal geeignet für …
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Wintergarten- & Unterglasmarkise
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Klassiker: Das Tuch wird durch zwei Gelenkarme ausgefahren und gespannt.
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Sehr gleichmäßiger Lauf, hohe Stabilität, kein Flattern des Tuchs.
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Glasdächer, Wintergärten, Terrassenüberdachungen.
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Fallarmmarkise
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Das Tuch fällt in einem schrägen Winkel nach vorne, gehalten durch zwei seitliche Fallarme.
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Optimaler Lichteinfall, gute Belüftung, perfekter Blendschutz.
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Fenster, Balkone, Fassaden mit viel Sonne.
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ZIP-Screens (Senkrechtmarkisen)
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Das Tuch wird seitlich in Reißverschluss-Führungsschienen“ geführt, wodurch es fest eingespannt bleibt.
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Sehr windstabil, moderner Look, ideal als Sicht- und Sonnenschutz.
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Terrassenfronten, große Glasflächen, windanfällige Bereiche.
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Pergolamarkise
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Kombination aus Laufschienen und verstärkten Querprofilen, die das Tuch besonders stabil führen.
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Große Flächen beschattbar, hohe Windfestigkeit, wetterfeste Konstruktion.
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Große Terrassen, Gastronomie, moderne Outdoor-Lounges.
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Warum diese Systeme so zuverlässig funktionieren
Während Gelenkarmmarkisen vor allem für freie Terrassen ideal sind, sorgen Führungsschienen- oder ZIP-Systeme für eine kontrollierte, seitlich geführte Bewegung. Dadurch bleibt das Tuch selbst bei Windströmungen stabil und liegt straff an. Federmechaniken und Gegenzugsysteme halten die Spannung aufrecht und verhindern Flattern oder Faltenbildung.
Das Ergebnis: Ein besonders ruhiger Lauf, hohe Stabilität und ein dauerhaft gepflegtes Erscheinungsbild. Ideal für alle, die Wert auf zuverlässige Technik und angenehmen Bedienkomfort legen.
Schutz durch Kassette – warum das die Lebensdauer verlängert
Viele moderne Markisen sind heute als Kassettenmarkisen konstruiert. Bei dieser Bauweise fahren das Markisentuch, die Tuchwelle und die gesamte Mechanik vollständig in eine geschlossene Kassette ein. Dadurch ist alles, was die Funktion langfristig beeinflussen könnte, sicher geschützt.
Wie die Kassette wirkt
Sobald die Markise eingefahren ist, schließt die Kassette wie ein robustes Gehäuse um alle beweglichen Teile. Feuchtigkeit, Schmutz, Blätter oder Insekten gelangen nicht an das Tuch oder die Technik. Gerade bei wechselhaftem Wetter oder Standorten mit viel Wind ist dieser Schutz enorm wertvoll.
Warum eine Kassette so langlebig ist
- Das Tuch bleibt trocken und sauber, wodurch Farben, Fasern und Beschichtungen weniger altern.
- Die Mechanik ist vor Korrosion geschützt, da Regen und Feuchtigkeit nicht eindringen.
- Bewegliche Teile nutzen sich langsamer ab, weil sie keinem direkten Schmutzeintrag ausgesetzt sind.
- Die geschlossene Optik wirkt ordentlich, hochwertig und modern. Die Markise fügt sich elegant in die Fassade ein.
Das Ergebnis:
Eine Kassettenmarkise funktioniert länger, bleibt schöner und benötigt weniger Pflege. Sie ist ideal für alle, die eine besonders langlebige und komfortable Lösung wünschen und sich gleichzeitig eine ästhetisch klare Optik am Haus wünschen.
Wir halten fest
Eine Markise funktioniert dank eines präzisen Zusammenspiels aus Tuchwelle, Spannmechanik, Gelenkarmen und Antriebstechnik. Moderne Systeme nutzen Motoren, Sensoren und Schienenmechanik, um den Ablauf möglichst komfortabel, leise und sicher zu gestalten.
Ob für die Terrasse, den Balkon oder den Wintergarten, das Funktionsprinzip bleibt immer gleich: Ein durchdachtes System sorgt dafür, dass sich das Tuch straff, stabil und zuverlässig bewegt und Ihnen somit jederzeit angenehmen Schatten spendet.
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